Name: Mark Tonner
Titel: Techniker für Zustandsmessung
Land: Schottland / ERIKS UK & Irland

Versteckte Probleme können manchmal auf schreckliche Art und Weise zum Vorschein kommen. Besonders schlimm ist das, wenn es die Schwachen unter uns trifft – vor allem kranke Menschen, die Medikamente benötigen.

„Diese Geschichte erfüllt uns mit Stolz, weil wir nicht nur einen möglicherweise erheblichen Produktionsausfall abgewendet haben, was für die Gesundheit und das Wohlbefinden kranker Menschen von entscheidender Bedeutung ist, sondern weil wir in diesem Fall wohl sogar Leben retten konnten. Wir konnten unsere Kenntnisse über Techniken und Anwendungen sowie unsere Fähigkeit, Risiken im größeren Zusammenhang zu erkennen, unter Beweis stellen“, berichtet Mark Tonner, Techniker für Zustandsmessung bei ERIKS UK und Irland.

HERAUSFORDERUNG

Unfälle geschehen nicht einfach so. Sie sind die Folge einer Kette kritischer Ereignisse, die zu einem unerwünschten Ergebnis führen. Derartige Faktoren können lange Zeit unbemerkt bleiben, bis es dann eines Tages zur Katastrophe kommt. Eine solche Katastrophe schien sich in einem großen Pharmawerk in Schottland anzubahnen. Hier blieb ein verstecktes Problem an den Stromleitungen unbemerkt und hätte fast den Ausfall von einem Drittel der Produktion, die Unterbrechung der Lieferketten und letztlich Engpässe bei Medikamenten zur Folge gehabt.

LÖSUNG

Bei einer routinemäßigen thermografischen Untersuchung im Pharmawerk eines Kunden von ERIKS fragte Mark, der aufmerksame Techniker von ERIKS, ob er die Kamera auch auf die Stromversorgungsleitungen des Standorts richten könne. Zunächst wurde seine Anfrage abgewiesen. Die Stromleitungen gehörten dem Energieversorger und unterlagen daher nicht der Verantwortung des Werks. Doch Mark blieb hartnäckig und hinterfragte, was geschehen würde, wenn diese Stromleitungen ausfielen. Die Antwort war auch für den Kunden erkenntnisreich: Ein Drittel der Produktion würde ausfallen, was unvermeidlich zu einer Unterbrechung der Arzneimittelversorgung und zu Versorgungsengpässen führen würde.

Mark bestand auf der Untersuchung der Stromleitungen, weil er der Ansicht war, das Risiko unterliege der Verantwortung des Werks gegenüber seinen Kunden – und der Verantwortung von ERIKS, ihm bei der Identifizierung und Verhinderung solcher Risiken zu helfen. Da der Kunde dem nur zustimmen konnte, erklärte er sich einverstanden und Mark überprüfte die Stromleitungen. Und tatsächlich fand er ein Problem, von dem eine Gefährdung für das Werk ausging. ERIKS legte den Untersuchungsbericht unverzüglich vor, sodass der Kunde bei seinem Energieversorger eine schnelle Lösung einfordern konnte.

ERGEBNIS

Bei einer thermografischen Untersuchung werden Gegenstände und Gebäude mithilfe einer Infrarot-Wärmekamera untersucht. Durch die bildliche Darstellung von Wärmemustern können Wärmesignaturen beurteilt werden. Das Verfahren kann in verschiedenen Branchen angewendet werden und ist äußerst nützlich, um verschiedenste potenzielle Probleme sichtbar zu machen, beispielsweise elektrische oder mechanische Defekte, beschädigte Isolierungen, Wärmeverluste, Gebäudedefekte, Wassereintritt und sogar gesundheitliche Probleme bei Menschen wie Anzeichen einer Blutvergiftung oder bestimmter Krebsarten.

Ein Thermografie-Techniker weiß genau, worauf er achten muss und was er sieht, und kann so Kunden dabei unterstützen, Geld zu sparen, Ausfallzeiten zu vermeiden und mithilfe zustandsüberwachter Anlagen eine größtmögliche Effizienz zu erreichen. Bei unseren Zustandsmessungen sind thermografische Untersuchungen eine Standardmethode, die auch für zukünftige Untersuchungen den Rahmen setzt. Außerdem schulen und betreuen wir die Mitarbeiter des Kunden im effektiven Umgang mit thermografischen Betriebsmitteln.

Glücklicherweise endet diese Geschichte damit, dass der Energieversorger schnell genug reagierte, sodass das Problem an den Leitungen behoben werden konnte, bevor es zu einem Stromausfall kam. So konnte eine Kette von Ereignissen verhindert werden, die Patientenversorgung konnte aufrechterhalten werden und unnötige Kosten konnten vermieden werden.